Geschichte
Geschichtliches über die Gemeinde Nadesch
Altar der Kirche
Kirchenburg
Orgel der Kirche
Taufbecken der Kirche
Glockenturm der Kirche
Glocken der Kirche
Repere cronologice (rumänisch)
Geschichtliches über die Gemeinde Nadesch
1301
Bei einer Grenzbegehung der Nachbargemeinde Bun wird Nadesch das erste Mal urkundlich genannt.1309
Der Nadescher Pfarrer Ulricus führt beim Papst Klage gegen den Weißenburger Bischof. Der Bischof habe die Abgabe, die er ihm u. dem Grosskokler Archidiakon jährlich zu entrichten habe, willkürlich erhöht, trotzdem sich die Pfarreinkünfte nicht vergrößert hätten. Sogar Zehntanteile der Martinskirche habe der Bischof widerrechtlich an sich gerissen. Ebenso sei der Bischof mit Zehntanteilen anderer Kirchen seines Dekantates" ("eiusdem decanatus") verfahren. Der Bischof u. der Archidiakon sei sogar mit weltlicher Gewalt gegen ihn und seine Pfarrgenossen vorgegangen. Der Papst beauftragte nun den Bischof von Grosswardein den Streitfall zu schlichten. Aus dieser urkundlichen Mitteilung erfahren wir, daß der Pfarrer von Nadesch Dechant war u. von seiner Gemeinde aus das Dekandat leitete.Weiterhin wird uns mitgeteilt, daß die Kirche dem heil. Martin geweiht gewesen ist. Der Ort gehört zum Grosskokler Archidiakonat, das eine Untergliederung des Weißenburger Bistums gewesen ist.
1343
Auf dem Landtag zu Thorenburg erklärt Jakob, Sohn des Dezsö u. Enkel des Kemeny, daß Nadesch u. andere Orte des Kokelburger Komitates ihm und seinen Vorfahren gehörten. Widerrechtlich hätte der verstorbene Woiwode Ladislaus diese Besitzungen besetzt gehalten. Nach erfolgter Untersuchung spricht der Woiwode dem Jakob, Nadesch u. die anderen Besitzungen zu. Aus dieser urkundl. Mitteilung entnehmen wir, daß Nadesch eine untertänige Gemeinde des Kokelburger Komitates gewesen ist.
1446 - 1447
Wir erfahren, daß Michael von Nadesch seine Besitzungen Nadesch, Marienburg, Maniersch u. Kleinlasseln u. seine Besitzanteile von Belleschdorf, alle im Kokelburger Komitat gelegen, sowie seine Besitzung Zoltan u. Besitzanteile in Weißkirch im Weißenburger Komitat, dem Spital u. der Heiligen-Geist-Kapelle von Großwardein vermacht hatte. Petrus , Kanonikus von Großwardein u. Gründer des Spitals, wird tatsächlich in den Besitz dieser Besitzungen eingeführt.
Es wird vereinbart, daß Michael seine einstigen Besitzungen, nun von dem neuen Besitzer für 20 Gulden jährlich pachten soll. Nach seinem Tod soll seine Witwe diese Besitzungen für 40 Gulden jährlich von dem neuen Besitzer pachten.
Somit sind also alle diese Orte zeitweilig Spitalbesitz von Großwardein gewesen. Wohl wegen der großen Entfernung konnte das Spital sich als Besitzer nicht behaupten, so daß später wieder Adlige die Grundherrn sind!
1453 II 1
König Ladislaus V. beauftragte den Konvent von Koloszmonostor, den Johann Gereb von Weingartskirchen u. die Söhne des Nikolaus Gerebsamt Nachkommen in den Besitz von Nadesch u. Kleinlasseln einzuführen, da diese Orte durch den kinderlosen Tod des Michael, Sohn Salomons von Nadesch, an den König gefallen seien. Die Einführung wird durchgeführt.
1453 II 2 3
König Ladislaus bestätigt, daß der Rektor des Spitals von Großwardein, dagegen protestiert hat, daß der Woiwode Dezsö de Lossoncz u. andere Adlige die Besitzungen Zoltan, Ladogar u. Weißkirch im Weißenburger Komitat u. die Besitzungen Maniersch, Nadesch, Marienburg, Kleinlasseln u. Teile von Belleschdorf im Kokelburger Komitat in Besitz genommen haben.
1631
Pfarrer Petrus Closdörfer wird von seinen Kirchenkindern wegen verübter Verbrechen verjagt.
1631
Die Dorfschaft erlangt für seine untertänigen Bauern das Recht, aus den unbeweglichen Gütern im Erbfall den Eigenbesitz heraus zu schälen, ohne daß der Grundherr dagegen einschreiten konnte.
1650
Ein Adliger aus Nadesch läßt seine Witwe gefangenhalten, weil sich ihr auf der Schule befindlicher Sohn nicht zum Frontdienst stellte. Fürst Rakotzi II. befiehlt dem Adligen dieses zu unterlassen. Der ev. Bischof hatte den Grundherrn beim Fürsten angezeigt.
1662 I 18 - 19
Der gegen den Fürsten Michael Apafi mit österreichischer Hilfe als Thronprätendent einrückende "Fürst" Kemeny kommt mit 9000 Soldaten nach Nadesch. Tags darauf zieht er weiter.
1671
Urkundlich läßt sich das Vorhandensein eines organisierten Geindeamtes feststellen, das ein Zeugenverhör vornimmt. Es besteht aus einem Hann, einem "gelosenen" Hann, 3 Geschworenen u.einigen "Alt Vätern".
1693
In Nadesch ist österreichisches Militär. Unter ihnen ein Graf Brenner. Dieser fängt mit der Tochter des Burghüters ein Verhältnis an. Als der Pfarrer das Mädchen warnt, droht der Graf mit Gewalt.
1771
Pfarrer Matthäus von Hoch, baut auf Gemeindegrund, den ihm die Gemeinde überlassen hat, ein festes Haus. Im Zusammenhang mit dem verlorenen Prozeß dieser Gemeinde sollte es dem Pfarrer enteignet werden. Nur auf Bitten der Gemeinde erlaubt die Adelsgenossenschaft, daß dieser Hof als Pfarrerinnenwitwensitz im Kirchenbesitz bleibt. Bis nach 1870 hat er es aber wegen diesem Gebäude Auseinandersetzungen mit den Adligen gegeben.
Um 1795
Gegen die 1793 begonnene Neuaufteilung der Ländereien nimmt der Widerstand in Nadesch u. Zendresch solche Formen an, daß diese Orte mit dreimonatiger Militäreinlagen bedacht werden. 13 Altschaftsmitglieder werden in Ketten ins Komitatsgefängnis geworfen u. 7 Wochen daselbst gehalten.
1805
Als eine Untersuchungkommission die Arbeit in den 13 Dörfern beginnt, reicht Nadesch, in dem viele Freibauern durch die Neuaufteilung der Gemeindegründe u. Freigründe schwer betroffen waren. Eine Denkschrift "Nachrichten u. Anmerkungen zur Geschichte der Sachsen in Fundo Nobilitari" ein.
1849
Ein Adliger aus Nadesch hatte sich wiederholt Angriffe auf ev. Kirchengut erlaubt. Der damalige Obergespan Graf Johann Bethlen gibt dem Ortsamt den Befehl die beabsichtigte Besetzung von Kirchengrund zu hindern. Falls er aber seine Angriffe auf Kirchengrund wiederholt, solle er sofort festgenommen werden u. in Ketten nach Dicsöszenmarton geführt werden. Dort werde ihn die Todesstrafe erwarten.
H a t t e r t t e i l e
Das Tal, in dem der Pfarrhof liegt wird "Pfaffenduel" genannt. Ein Steg, gegen Marienburg zu, heißt "Rittsteg".
Die Rumänen sagen " calea báratilor" = Mönchsweg.
Auf dem Hattert gibt es einen "Fra - Holte - Brannen".
H ö f e
In einer feuchten Gasse, "Hintergasse", stehen die Wirtschaftsgebäude an der Gassenfront u. die Häuser an der Berglehne im Hof drinnen.
K i r c h e
1309
Der Pfarrer Ulrikus dient in Nadesch an der Kirche "des heiligen Martin". Die alte Kirche ist demnach dem heiligen Martinus geweiht gewesen.
Um 1475
Die Kirche wird neu gebaut.
Als 1851 - 1853 die jetzige Kirche neu gebaut wird, werden in der Sakristeiwand Münzen aus der Zeit des Mathias Corvinus gefunden.
Am Glockenturm sind Giebelspuren einstiger Kirchendächer feststellbar. Außer der heutigen Kirche gibt es noch zwei Kirchendächergiebelspuren.
1851 - 1853
Die heutige Saalkirche wird gebaut. Beidseitig sind mehrere, große Fenster. Der Chor ist gewölbt u. der Saal flach gedeckt.
Das rundgeschlossene Chor durchbricht wegen Platzmangel, die Kirchenburgmauer.
Im Mittelteil des Altars befindet sich als Hauptbild eine Holzskulptur des Gekreuzigten.
Dahinter ist gemalte Architektur u. Landschaften.
Umrahmt ist der Altar von Holzteilen mit korinthischen Säulen.
Über dem Hauptteil sind zwei Engelfiguren u. das Auge Gottes aus Holz.
Der Altar stammt aus dem Ende des 18. oder Anfang des 19. Jahrhundert.
Die Orgel ist 1806 durch den Orgelbauer Samuel Mätz aus Birthälm gebaut worden. Große Reparaturen wurden 1892 und 1931 durchgeführt.
Es ist gegenwärtig ein neueres Steintaufbecken in Glockenform in Verwendung.
Vorhanden ist auch ein altes Steintaufbecken.
T u r m u h r
1419
Die Turmuhr wurde angeschafft.
An der Westseite der Kirche ist ein Glockenturm vorhanden, der viel älter ist als die Kirche.
Der obere Teil, aus Ziegeln gebaut, stammt aus dem 19. Jahrhundert.
1883 erhielt der Turm ein Blechdach.
Der Turmknopf stammt von der abgetragenen Schäßburger Spitalskirche.
Am Turm sieht man drei verschiedene Giebelreste, von drei verschiedenen Kirchen.
Erwähnenswert ist eine Glocke von 1470 (die kleinere Glocke, die größere stammt von 1923).
Diese mittelalterliche Glocke trägt die Inschrift: "helf got maria berot".
Es ist die erste deutsche Inschrift auf einer Glocke in Siebenbürgen.
Die Kirche ist von einer Mauer umgeben, die um 1500 errichtet wurde. Aus dieser Zeit stammen wahrscheinlich auch die beiden erhaltenen Befestigungstürme, einer im Nordosten u. einer im Südosten.
Zwei weitere Türme sind abgetragen worden.
O r t s n a m e
Nadesch kommt aus dem ungarischen Wort" nádas" = Röhricht.
Folgende urkundliche Ortsbezeichnungen sind feststellbar:
1301 "Nadas", 1309 "Nadaz", 1393 "Nades", 1411 "Nadasd", 1417 "Nadus", 1453 "Nadisch" u. 1662 "Nados".
P f a r r e r
1656 - 1661
Bartholomäus Baussner ist Pfarrer, er bekleidet später (1679 - 1682) das Bischofsamt.
1848 - 1881
Georg Friedrich Marienburg, der bedeutender Forscher auf dem Gebiet heimischer Geschichte, ist Pfarrer.
P f a r r h a u s
1771
Das Pfarrhaus wird gebaut.
Vorher war es aus Holz.
R e c h t s l a g e
Nadesch gehörte zur oberen Abteilung des Bogeschdorfer Kapitels u. wird als Bestandteil desselben 1715 erwähnt.
Nadesch war eine untertänige Gemeinde des Kokelburger Komitates u. ist als Bestandteil dieses Komitates schon 1343 das erste Mal nachgewiesen.
Außerdem gehörte der Ort zu den sogenannten "dreizehn Dörfern". Dies war ein Verband von untertänigen Gemeinden, deren Rechtslage etwas besser war, als die anderer untertänigen Gemeinden. Sie hatten auch einen gewissen Zusammenhang mit den freien Gemeinden des sächsischen Königsbodens.
Nadesch konnte Rechtsberufung nach Schäßburg einlegen.
S a g e n
Fraholtergraben:
Ein Graben bei dem sächsischen Dorf Nadesch, drei Stunden von Schäßburg, im früheren Kokelburger Komitat, heißt sächsisch "Fraholtergrowen". Vor Jahren soll eine Frau die Quelle, welche dort fließt, eingefaßt u. mit einer Rinne versehen haben. Eine Gegend in der Nähe wird vom Volk "zem wenigen Nadesch" genannt
Von der Sachsen Ankunft in Siebenbürgen:
In Nadesch pflegen die Knechte an einem Tag im Jahre einen sog. Reihen zu begehen. Alle erscheinen dazu wie Pilger gekleidet in ihren Zekeen (Wollröcken), gegürtelt, die Tasche an der Seite, einen Streitkolben in der Hand, um die Fahne geschart. Voran geht immer ein ehrwürdiger Alter u. schlägt die Trommel. Der Zug sammelt sich an einem der Dorftore u. bewegt sich dann Psalmen singend die Gasse daher. Wo ein geräumiger Hof oder eine gute Wirtschaft einladen, wird Halt gemacht, ein Psalm gesungen, getanzt u. vom Wirte ein Becher Wein als Labung verehrt. Dann geht die Pilgerschaft weiter, spricht in der Regel auch beim Pfarrer ein u. endet gewöhnlich nicht vor dem Abend am anderen Ende des Dorfes. Und wenn man die Leute nach der Bedeutung dieses Umzugs fragt, so antworten sie:
"Also sind einst unsere Vorfahren, freie Leute, nicht Jobbagyen, wie wir waren, aus Saxonia in dieses Land gekommen, hinter der Fahne u. der Bunge (Trommel) her, die Waffe in der Hand und - fügen einige hinzu - haben Dienste geleistet als Kriegsleute zu Kokelburg. und weil wir diese Bräuche nicht selbst erfunden haben, auch unsere Vorfahren sie nicht erfahren haben, sondern sie sich fortgeerbt haben von Jahr zu Jahr, von Zeit zu Zeit, so stehen wir hier, dieses Recht auch auf kommende Zeit zu pflanzen".
Der Ursprung von Pipeden (Pipe)
Auf dem Hattert von Nadesch liegt jetzt das Magyar, Dorf Pipe. Es ist aus einer mit Ungarn besetzter Hüterstube entstanden u. führt seinen Namen davon, daß die Nadescher früher ihr Geflügel in dem dasigen Grunde weiden ließen. Wollten sie es nach Hause haben, so stand einer an dem Ausgang des Grundes u. rief: pi, pi ; worauf die Hühner ihm folgten. (Mündlich).
S c h u l e
1823
Es wird eine Schule gebaut, die 1953 abgetragen wird.
1935
Es wird eine neue Schule errichtet.
Z e h n t r e c h t
Da der Ort zum Bogeschdorfer Kapitel gehörte, bezog der Pfarrer nur eine Zehntquarte u. drei Quarten mußten in vorreformatorischer Zeit dem Bischof von Weißenburg abgeführt werden.
Nach der Reformation bezogen die drei ehemals bischöfl. Zehntquarten die Grundherren u. zahlten dafür dem Fiskus einen Pacht.
M u n d a r t
Nadesch gehört nicht zu den sog. "J"- Gemeinden, die Anlaut- "G" in "J" verwandelten wie:
Felldorf, Kleinalisch, Zuckmantel, Nimesch, Rode, Schaas u. Zendrisch.
A d l i g e
1343
erscheint ein Jakob, Sohn des Deszö, Enkel des Kemény als Besitzer von Nadesch.
1393
erscheint zum ersten Mal ein Magister Salomon, Sohn des Salomon von Nadesch in der Geschichte. Er ist Grundherr nicht nur von Nadesch, nach dem er den Namen führt, sondern auch von Maniersch.
Unter König Sigismund schwingt sich dessen Sohn Michael zu einer bedeutenden Persönlichkeit auf. Er wird vom König zum Szeklergraf ernannt und ist in vielen öffentlichen Angelegenheiten der Sachsen u. des ganzen Landes tätig. 1437 ist er ein Vorkämpfer gegen die aufständischen Bauern u. zeichnet den Vertrag vom 6.Oktober 1437. Michael von Nadesch war ein wohlhabender Grundherr. Ihm gehörten Nadesch, Marienburg, Maniersch, Kleinlasseln u. Teile von Belleschdorf im Kokelburger Komitat u. die Besitzung Zoltan und Terle von Weißkirch im Weißenburger Komitat. 1446 vermacht er diese Besitzungen dem Heilig-Geist-Spital von Großwardein, nimmt die Schenkung aber gleich vom neuen Besitzer in Pacht. 1448 beansprucht er auch die Dörfer Troschen, Spring u. Kleinmühlbach in der Zekescher Gegend. Gegen die Besitznahme dieser Orte durch ihn, wehren sich aber andere Adlige mit bewaffneter Hand. Michael stirbt kinderlos.
19. Jahrhdt.
Ein Graf Földvari, besaß etwa 3/4 vom Hattert u. ein Großteil der Bewohner war ihm untertänig.
Außerdem gab es noch 16 Adlige, von denen jeder kleineren Besitz hatte, mit wenigen Hörigen. Sie wohnten alle in Häusern in der Gemeinde, vor denen heute noch Pappeln stehen.
Földvari wohnte in einem Schloß, daß schließlich abgetragen wurde, nachdem es in sächsischen Besitz kam.
1848 bekam jeder den Grund, den er gerade vom Adligen bearbeitete.
Auch Teile des Waldes wurden als "Urbarialwald" ausgeschieden.
Wer mehr Grund hatte, mußte mußte für den Grundherren auch mehr arbeiten.
Die Sachsen kauften mit Hilfe der Raiffeisenkasse nach und nach den ganzen Adelsgrund auf.
Um 1850
bei Gelegenheit der Entschädigung von ehemaligen Grundbesitzern, werden für Nadesch 29 Personen erwähnt, die Herren von Untertanen gewesen sind.
Q u e l l e n
- Archiv des Vereins für siebenbürgische Landeskunde.
- Grimm Josef: "Das Urbarialwesen in Siebenbürgen", Wien 1863
- Gündisch Gustav: "13 Dörfer", Manuskript
- Kirchliche Blätter, Wochenblatt
- Kraus Georg: "Siebenbürgische Chronik II", Vol. I, Wien 1862
- Liehn Johann, Pfarrer in Nadesch: Mündliche Mitteilungen
- Müller Friedrich: "Siebenbürgische Sagen", 2.Auflage, Wien 1885
- Siebenbürgisch-sächsisches Wörterbuch Vol. I
- Teutsch G.D.: Geschichte der siebenbürgischen Sachsen Bd. I , 4.Auflage, Hermannstadt 1925
- Teutsch G.D.: Urkundenbuch der ev. Landeskirche A.B. in Siebenbürgen, Erster Teil 1862, Hermannstadt.
- Urkundenbuch zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen, Vol. I bis IV
- Urkundenbuch zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen, Vol.V Manuskript
![]()
7000/6500 - 4500/4000
În marginea de vest a localitatii (Gaunoaia) este mentionata o asezare preistorica, neolitica.
2000/1900 - 1200/1150 î.Hr. Epoca bronzului
Fara o precizare topografica exacta, s-au descoperit în aria localitatii Nades un cutit curb din ardezie calcaroasa din perioada timpurie a bronzului.
850/800 - 350/300 î.Hr. - Hallstatt
Din aceasta perioada s-au descoperit:
- o cana din lut ars, lucrata cu mâna, geto-dacica, din faza clasica a culturii ( aflata în colectia Muzeului. Brukental).
- o râsnita dacica sau romana (aflata în Muzeul Jud. Mures).
- Secolul IV d.Hr.
- doua monede romane constantiniene; - una folius,URBSROMA fragmentara, anii 330-335, Thessalonica (aflata în colectia regretatului V. Lazar).
20 octombrie 1301 Prima atestare documentara a localitatii Nades
Capitulul din Alba Iulia emite un act care adevereste ca voievodul Transilvaniei Ladislau Kan a donat comitelui Nicolae satule Bun si jumatate din satul Uilac, în schimb pentru satele Ceauny, Daia Hagmas si Kürtolastelek. În acest document se aminteste despre "TERRA NADAS", adica pamântul Nadesului, aratându-se ca locul numit MEZNEST PATAKA, desparte pamântul Bun (Boiu) de pamântul Nadesului.
28 martie 1309
Papa Clement al V-lea împuterniceste pe episcopul de Oradea sa aplaneze conflictul care s-a ivit între episcopul Transilvaniei si arhidiaconul Târnavei Mari, pe de o parte si preotul Ulrichus al bisericii din Nades, pe de alta parte. Cauza conflictului s-a datorat abuzurilor arhidiaconului de Târnava Mare, care si-a însusit dijmele bisericii "Sfântul Martin" din Nades. Documentul evidentiaza stabila organizare a populatiei sasesti de aici, venita pe aceste meleaguri la sfârsitul secolului al XIII-lea sau începutul secolului urmator în baza dreptului de colonizare (jure tehtonico).
19 mai 1343
La Dieta din Turda, numitul Jakob fiul lui Dezsö si nepot al lui Kemeny, declara ca satele Nades, Boiu, Hetiur si altele, sunt în stapânirea sa, fiind dobândite prin succesiune. Nicolae, voievodul Transilvaniei întareste aceasta stapânire.
1446
Schimbarea frecventa a stapânilor de domenii (mosii) prin vânzari, uzurpari, donatii, caracteristica evului mediu timpuriu face ca Mihai de Nades, prin testament sa doneze satul Nades si alte sate din jur Capelei si spitalului "Sfântului Spirit" din Oradea. Din cauza distantei considerabile dintre spitalul din Oradea si Nades, acesta nu a reusit sa se afirme ca proprietar.
1448
In acest an Nadesul intra în posesia lui Iancu de Hunedoara.
1475
Constructia bisericii catolice a sasilor peste cea existenta, primul etaj al turnului clopotnita dateaza din aceasta perioada precum si frumosul portal în stil romanic de la intrarea în biserica, partea cea mai veche a edificiului.
Secolul al XVI-lea
Se continua fortificarea bisericii sasilor, realizându-se zidul fortificat de incinta si 4 bastioane din care s-au mai pastrat doua.
În turn se afla un clopot, pe care este gravat anul 1470 (în cifre romane) si inscriptia "helf pot Maria berot", considerata ca prima inscriptie cunoscuta pe un clopot în limba germana (si nu latina), din Transilvania.
1593
Prin donatie regala Nadesul intra în posesia lui Gereb Ladislau, episcopul Transilvaniei.
1630
Privilegiul acordat satului Nades de catre principesa Transilvaniei, Ecaterina de Brandenburg prin care se întareste dreptul de folosinta comuna a padurilor, pasunilor si helesteelor, etc.
10 aprilie 1639
Principele Gheorghe Rakoczi I, confirma pentru Nades dreptul locuitorilor de a scinda o parte din sesie (pamânt lucrat de iobag) pentru fiicele care se marita în sat.
1650
Prima atestare documentara a existentei unui învatamânt organizat la nivelul localitatii. Documentul din acest an certifica faptul ca un nobil a arestat o vaduva din sat pe motiv ca si-a trimis copilul la scoala si nu la munca. Starea de fapt este relatata principelui Rakoczi II de catre episcopul luteran (evanghelic).
1720
Conscriptia realizata în acel an mentioneaza pentru Nades o populatie de 154 familii, respectiv 612 suflete. În localitate functionau doua mori ce aduceau un venit de 34 florini unguresti. Suprafata ocupata cu vii era de aproximativ 69 jugare, respectiv 40,7 ha.
1753
Începe lupta comuna a celor "treisprezece sate" dintre Târnave împotriva "domnilor de pamânt" pentru redobândirea drepturilor pierdute. În aceasta actiune Nadesul a avut un loc central si a constat din un sir lung de procese cu nobilimea, memorii adresate curtii vieneze si guvernului Transilvaniei, delegatii ce au luat drumul Vienei, etc.
1755, august 27
Prima atestare documentara a functionarii învatamântului confesional în limba româna.
1765
Nemultumirile create de abuzurile nobilimii se transforma într-o adevarata revolta. Satul este ocupat timp de doua luni de armata, sunt arestati 7 localnici.
1771
Se termina constructia casei parohiale evanghelice, constructia influentând arhitectura localitatii.
1784
Nemultumirile locuitorilor din Nades, în conditiile rascoalei conduse de Horia Closca si Crisan se radicalizeaza, se face colecta de 14 craitari de familie pentru cumpararea de arme. Comisia trimisa aici de Tabla Continua a Comitatului Târnava, procedeaza la arestarea a 3 cetateni, instigatori la revolta.
1785
Delegatia celor "treisprezece sate" avându-l în frunte pe preotul din Nades Mathias Zoch prezenta a l doilea memoriu Împaratului Iosif al II-lea. Rezolutia înmânata personal de împarat delegatiei, la 13 mai i-a dezamagit pe petitionari.
1787
Recensamântul din anii 1784-1785 evidentiaza pentru Nades existenta a 328 familii, respectiv 1206 suflete
1795
Relatiile dintre locuitorii Nadesului si "domnii de pamânt" sunt din ce în ce mai încordate luând forma unei adevarate revolte. satul este ocupat timp de 3 luni de unitati armate. Treisprezece membri ai Consiliului Batrânilor sunt arestati si dusi în lanturi la închisoarea comitatului unde au stat închisi între 10 si 17 saptamâni.
1805
În urma memoriilor trimise Guvernului Transilvaniei, mai multe luni activeaza în Nades o comisie de ancheta. În Nades erau atunci 9 libertini, 133 iobagi vechi, 68 iobagi noi si 8 familii de tigani. Prin pana notarului de atunci acestia adreseaza o plângere comisiei. Cele 8 familii erau: Costa Iancu (fierar), Costa Todor (fierar), Costa Craciun, Costa Ciuca, Costa Ghiurca, Costa Dutzi (ca voievod tot timpul) si Lakatos Putzi.
1820
Conscriptia din acel an evidentiaza accentuarea procesului de aservire a libertinilor, de rapire a pamânturilor taranilor, de cresterea abuzurilor nobilimii. 40 "domnii de pamânt" aveau în subordine 277 iobagi, 14 jeleri iar 7 erau oameni liberi.
1830
Ca urmare a abuzurilor comise de nobilul Vass Karol, locuitorii din Nades prezinta guvernului prin Georg Binder si Andreas Manchen o noua plângere.
1833
este construit un nou local de scoala pentru învatamântul confesional evanghelic (demolat în 1954) - doua sali de clasa.
1839
Prin stradania preotului Vasile Popoviciu se construieste o sala de clasa (chilie) lânga biserica din lemn ortodoxa pentru copii românilor.
1848-1849
Un raport al pretorului plasii Nades, din 23 aprilie 1848 adresata comitelui suprem al Comitatului Târnava, reda starea exploziv revolutionara din sat. Dorinta de scapa de iobagie era atât de puternica încât locuitorii sasi s-au strâns în jurul casei parohiale cerând citirea declaratiei de slobozenie, în caz contrar îl alunga din sat pe preot.
Documentele vremii confirma prezenta în sat cancelaristului Alexandru Papiu Ilarian care-i îndeamna pe români sa participe la Adunarea de la Blaj din 15 mai 1848.
Activitatea lui Stephan Ludwig Roth se leaga si de Nades deoarece cetele de lancieri sasi si români au stationat saptamâni bune în Nades, unde ilustrul carturar i-a organizat.
1850
Cu ocazia recensamântului din anul 1850, în Nades traiau 1301 locuitori din care 845 germani (sasi), 287 români si 85 maghiari.
1851-1853
Constructia bisericii evanghelice în forma actuala, mester Georg Feigle din Sighisoara.
1880
La recensamântul din anul 1880, din totalul de 1246 suflete existente la acea data, 749 erau sasi, 263 români si 124 maghiari. Gruparea populatiei dupa religie era urmatoarea: 775 luterani, 323 ortodoxi, 60 reformati, 43 romano-catolici, 25 unitarieni, 18 greco-catolici si 2 izraeliti.
1895
Statistica gospodariilor agricole din 1895 evidentiaza fenomenul de stratificare sociala a locuitorilor Nadesului, dar si evidente progrese în activitatea agricola. Din totalul de 5956 jugare (aprox. 3514 ha) cât reprezenta hotarul Nadesului, la 507 gospodarii existente reveneau: 1789 jugare arabil, 1434 jugare fâneata, 660 jugare pasune, 1580 jugare padure, 95 jugare gradini, 169 jugare teren neproductiv si 229 jugare de vie (aprox. 135 ha).
Statistica din 1895 mai mentioneaza ca în Nades existau 832 bovine, 118 cai, 781 porci, 405 oi, 100 capre, 148 stupi.
1900
Recensamântul populatiei din anul 1900 evidentiaza pentru Nades o populatie de 1514 suflete din care 759 barbati si 755 femei. Gruparea populatiei pe vârste: sub 6 ani 278; 6-12 ani 328; 12-14 ani 98; 20-39 ani 367; 40-59 ani 293; peste 60 ani 150.
Structura pe nationalitati era urmatoarea: 887 germani, 449 români, 178 maghiari.
Pe religii: luterani 893, ortodoxi 438, romano-catolici 91, reformati 52, unitarieni 15, greco-catolici 13 si izraeliti 12.
1913
În acest an este construit noul local al scolii românesti (pe locul actualului camin cultural), prin grija credinciosilor ortodoxi si al unei donatii de 100 de florini din partea lui Vasile Stroescu din Basarabia.
1914-1918
Pe fronturile primei conflagratii mondiale au participat zeci de fii ai satului Nades, în special tineri, multi nu si-au mai revazut niciodata parintii, copii si plaiul natal.
noiembrie 1918 - Constituirea Consiliului National Român si Garzii Nationale Române la nivel de Nades.
1 Decembrie 1918 - Participarea unui grup masiv de români nadaseni la marele eveniment prilejuit de Marea Adunare Nationala de la Alba Iulia, care a consfintit unirea Transilvaniei cu România.
1921
Reforma Agrara
Fondul de împroprietarire - 296 jugare. Au fost împroprietarite 97 de familii.
1930
Primul recensamânt realizat în România Mare. Din numarul total de 1546 suflete existente atunci în Nades, 732 erau barbati si 814 femei. Structura pe nationalitati : 938 germani, 392 români, 152 maghiari, 64 altele.
1930-1932
Construirea noului local al scolii confesionale evanghelice, cu 4 sali de clasa si locuinta pentru director.
1935-1936
Construirea noului local de scoala pentru scoala de stat româna din localitate, cu 4 sali de clasa.
1941-1945 Al doilea razboi mondial
Multi barbati încorporati participa la actiunile militare pe frontul de est si apoi de vest. Jertfele sunt numeroase. În conditiile ocupatiei sovietice au loc deportari masive ale populatiei germane apte de munca în lagarele din Uniunea Sovietica. Multi nu se vor mai întoarce niciodata.
1945
În baza legii de reforma agrara nr. 197/1945 s-a expropriat de la populatia germana 1411,16 ha teren agricol. Din aceasta suprafata au fost împroprietarite 197 familii cu o suprafata totala de 699,11 ha. A mai fost creata o rezerva de stat (care va deveni IAS) dupa cum urmeaza:
- 262,69 ha arabil
- 102,89 ha fâneata
- 17,89 ha pasune
- 92,49 ha vie
- 46,44 ha neproductiv
- 3 ha pepiniere silvice
524,63 ha Total
Restul de teren a facut obiectul comasarilor, schimburilor si alte utilitati comunale.
1948
Nationalizarea, Legea cotelor obligatorii, pun bazele distrugerii taranimii mijlocii si a micilor întreprinzatori, distrugerea proprietatii.
1949
Înfiintarea întovarasirii agricole.
1951-1953
Înfiintarea C.A.P.-ului marcheaza practic distrugerea vocatiei agricole a locuitorilor din Nades.
1956
Racordarea Nadesului la reteaua de gaze naturale.
1964
Electrificarea localitatii.
15 martie 1966
Recensamântul populatiei consemneaza pentru Nades 1435 locuitori.
Structura nationala- 690 germani
- 598 român- 140 maghiari
- 7 tigani
1990, 1992, 1996, 2000
- Urmare a unor alegeri libere si democratice se pun bazele noilor structuri ale administratiei publice locale.
- Revenirea la o viata social-politica normala.
August 1996
Prima întâlnire a fiilor satului Nades.
5-6 august 2000
A doua întâlnire a fiilor satului.
|
|
Home |